3. Einsamkeit, Erschöpfung, Betäubung
Dieser Kampf hat mich in tiefe Verzweiflung geführt.
Und in eine große innere Einsamkeit.
Entspannung habe ich nur kurz gefunden –
im Bett, vor dem Fernseher, mit großen Mengen an Essen.
Oder wenn ich mich beim Sport bis an meine Grenzen getrieben habe.
Dann ließ der Druck für einen Moment nach.
Aber wirkliche Ruhe kannte ich nicht.
Nur kurze Pausen vom Aushalten.
4. Der Wendepunkt: nicht mehr kämpfen
Mein Weg aus diesem inneren Krieg
hat mich durch viele innere Landschaften geführt.
Das emotionale Essen und der tägliche Kampf
haben mich zurückgeführt in meine Kindheit,
zu verlassenen Anteilen in mir,
zu alten Gefühlen, Hochstresszuständen
und zu Wahrheiten über mich selbst,
die ich lange verleugnet hatte.
Ich habe gelernt, meinem Körper zuzuhören.
Meine Stimme wiederzufinden.
Mich emotional zu nähren.
Weicher zu werden.
Sanfter.
Gnädiger – auch mit mir selbst.
Ich habe gelernt, Grenzen zu setzen.
Für mich einzustehen.
Meinen inneren, unantastbaren Wert zu spüren.
Wut auszudrücken.
Lebensfreude wieder zuzulassen.
Und ich habe erkannt:
Mit mir war nie etwas falsch.
Nicht mit meiner Sensibilität.
Nicht mit dem Essen.
Nicht mit der Spannung und dem Druck.
Alles in mir hatte gute Gründe.
Alles in mir wollte Ganzheit, Leben und Heilung.
Schon immer.